Starker Zuspruch für den vollversorgenden pharmazeutischen Großhandel: 91 Prozent der Apothekeninhaberinnen und -inhaber würden ausschließlich über ihn bestellen – wenn sie könnten. Doch laut aktueller Apokix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung mehren sich die Fälle, in denen Arzneimittel nur direkt bei Herstellern bezogen werden können. „Der vollversorgende Großhandel erfüllt einen gesetzlichen Sicherstellungsauftrag, darum muss er die flächendeckende Versorgung jederzeit gewährleisten können“, sagen die PHAGRO-Geschäftsführer Thomas Porstner und Michael Dammann. Sie fordern einen durchsetzbaren Belieferungsanspruch.
Die Umfrage unterstreicht die Bedeutung des vollversorgenden Großhandels: Nahezu alle Befragten halten ihn für unerlässlich, um die Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Dennoch hat der Direktbezug bei zwei Drittel der Befragten in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen – obwohl diese mehrheitlich unsicher sind, ob Preisvorteile im Direktgeschäft die zusätzlichen Kosten ausgleichen. Im Leistungsvergleich schneidet der Großhandel zudem in fast allen Bereichen deutlich besser ab – etwa bei Bestell- und Lieferflexibilität, Liefergeschwindigkeit und Retouren. Der Direktbezug ist für die Apotheken der Bezugsweg zweiter Wahl.
Die PHAGRO-Geschäftsführer fordern Bund und Länder dazu auf, den Sicherstellungsauftrag des Großhandels mit einem durchsetzbaren Belieferungsanspruch gegenüber der pharmazeutischen Industrie zu flankieren: „Nur bei einer regelhaften und kontinuierlichen Belieferung mit allen verfügbaren Arzneimitteln kann der vollversorgende Pharmagroßhandel seinen gesetzlichen Versorgungsauftrag zuverlässig erfüllen. Hier ist die Politik gefordert.“
Die Umfrageergebnisse finden Sie hier.