Am 20. Mai 2026 ist der PHAGRO in Berlin zu seiner ordentlichen Mitgliederversammlung zusammengekommen. Neben verbandsinternen Angelegenheiten standen die kritische wirtschaftliche Lage der Branche sowie hochkarätige Gastvorträge im Zentrum der Veranstaltung. Der PHAGRO nutzte den Rahmen, um auf Basis der aktuellen Kennzahlen des Instituts für Handelsforschung (IFH) für das Jahr 2025 auf einen neuen Höchststand bei den Gesamtkosten hinzuweisen und eine Erhöhung der Großhandelsvergütung einzufordern.
Die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen wurden durch namhafte Experten eingeordnet. Prof. Dr. Beate Jochimsen, Gruppenleiterin im Bundeskanzleramt, gab in ihrem Impulsvortrag einen fundierten Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Lage und die strukturellen Herausforderungen am Standort Deutschland. Ergänzt wurde diese Perspektive durch Oberstapotheker Dr. Bernd Klaubert, der als Leitender Apotheker der Bundeswehr die zentrale Bedeutung einer robusten Arzneimittelversorgung im Krisen- und Verteidigungsfall hervorhob. Beide Beiträge verdeutlichten, dass eine leistungsstarke Infrastruktur – inklusive des vollversorgenden Pharmagroßhandels – eine Voraussetzung für Sicherheit und Stabilität ist.
Am Abend gab es Gelegenheit zum direkten politischen Austausch: Der Bundestagsabgeordnete Dr. Stephan Pilsinger, Berichterstatter für Apotheken und Arzneimittel der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, diskutierte mit den Mitgliedern die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen (Foto). Im Fokus stand dabei insbesondere die Apothekenreform, die an demselben Tag im Gesundheitsausschuss final beraten worden war. Der Bundestagsabgeordnete aus München bekräftigte, sich weiterhin für die Vor-Ort-Versorgung durch Großhandel und Apotheken einzusetzen.
