Europäisches Jahrestreffen des Pharmagroßhandels in Berlin: Geschlossen und selbstbewusst für bessere Rahmenbedingungen – Blümel: In Europa noch enger zusammenstehen


Zur Eröffnung der diesjährigen Tagung des europäischen Dachverbands der vollversorgenden pharmazeutischen Großhändler GIRP in Berlin hat der Vorsitzende des PHAGRO, André Blümel, dazu aufgerufen, geschlossen und selbstbewusst in Brüssel und den EU-Mitgliedsstaaten bessere Rahmenbedingungen einzufordern.

„Gesundheitssysteme, die leistungsfähig sein wollen, brauchen leistungsfähige vollversorgende pharmazeutische Großhändler mit verlässlichen Rahmenbedingungen“, sagte Blümel. Nicht nur die Regierungen und Parlamente in Europa, auch die gesamte Öffentlichkeit, haben nach den Worten Blümels während der Pandemie gesehen, dass der vollversorgende pharmazeutische Großhandel unverzichtbarer Teil der kritischen Infrastruktur ist. „Aber selbstverständlich ist diese nicht“, kritisierte der PHAGRO-Vorsitzende. „Tatsächlich“, so Blümel weiter, „ist unsere Infrastruktur in Gefahr, auf der die sichere und verlässliche Versorgung mit Arzneimitteln und Impfstoffen beruht“. Deshalb erhob er die „dringende Forderung nach besseren Rahmenbedingungen“.

Dies gelte erst recht aufgrund der aktuellen Situation in Europa, dem Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen aufgrund von erheblichen Kostensteigerungen und drohenden Einschnitten bei der Gasversorgung. „Es gibt viele Gründe“, so Blümel weiter, „jetzt noch enger zusammenzustehen“.
Die Pandemie hat nach Blümels Auffassung bewiesen, dass nur ein einiges Europa ein starkes Europa ist. Es sei den pharmazeutischen Großhändlern europaweit gelungen, trotz kurzer Vorlaufzeit die Impfstoffversorgung zu gewährleisten. Allein in Deutschland wurden 2021 rund 125 Millionen Dosen Impfstoff ausgeliefert. Zudem hätten die Großhändler während der Corona-Krise unter schwierigsten Bedingungen die Arzneimittelversorgung verlässlich aufrechterhalten.

Blümel dankte ausdrücklich den Marktpartnern (Apotheken, Ärzteschaft und pharmazeutischer Industrie) sowie den Gesundheitsministerien und Behörden für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Pandemie. Einen besonderen Dank richtete der Verbandsvorsitzende an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pharmazeutischen Großhandel: „Sie und wir haben großartige Arbeit geleistet, teilweise rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen!“