Irankrieg und Spritpreise: Pharmagroßhandel in Deutschland hat Mehrkosten von ca. zwei Millionen Euro pro Monat


Seit Ausbruch des Irankriegs haben die vollversorgenden pharmazeutischen Großhandlungen in Deutschland eine Mehrbelastung in Höhe von 3,5 Millionen Euro durch die gestiegenen Dieselpreise zu tragen. „Damit Arzneimittel flächendeckend und verlässlich verfügbar sind, legen unsere Mitgliedsunternehmen jeden Tag tausende Kilometer Wegstrecke zurück. Die enorm gestiegenen Tourenkosten setzen den Pharmagroßhandel massiv unter Druck“, sagt der PHAGRO-Vorsitzende Marcus Freitag.

Die vollversorgenden Pharmagroßhandlungen haben seit Ausbruch des Kriegs im Iran am 28. Februar 2026 erhebliche Mehrkosten durch die hohen Dieselpreise. Bislang summieren sich diese auf 3,5 Millionen Euro. Bis zum Ende des Monats April werden die Mehrkosten bei fünf Millionen Euro liegen. Solange sich die Spritpreise nicht ändern, kommt ab Mai eine monatliche Mehrbelastung in Höhe von ca. zwei Millionen Euro hinzu. Die von der Bundesregierung beschlossene Steuerreduzierung um 17 Cent pro Liter ab dem 1. Mai ist hier bereits eingerechnet.

Diese Kosten wirken unmittelbar auf die Ertragslage des pharmazeutischen Großhandels, denn die gesetzlich festgelegten Preise für verschreibungspflichtige Medikamente bieten keinen Spielraum, diese Preissteigerungen weiterzugeben. Der PHAGRO-Vorsitzende Marcus Freitag findet deutliche Worte: „Diese Kosten sprengen die ohnehin engen wirtschaftlichen Grenzen unserer seit 2012 von der Bundesregierung nicht angepassten Großhandelsvergütung. Sie sind nicht mehr tragbar und gefährden akut die Stabilität der Versorgung.”