Absatz und Umsatz des Großhandels mit hochpreisigen Arzneimitteln


Der Absatz des vollversorgenden pharmazeutischen Großhandels von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln mit einem Herstellerabgabepreis ab 1.200 Euro hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, während der Absatz mit preisgünstigen Arzneimitteln nahezu stagniert. Deren Umsatz hat sich in dem gleichen Zeitraum gar mehr als verdreifacht. Die sogenannten Hochpreiser machen weniger als ein halbes Prozent der an Apotheken ausgelieferten verschreibungspflichtigen Arzneimittel aus, haben aber im Großhandel mittlerweile einen Umsatzanteil von 35 Prozent. Damit steigt zwar der Umsatz – aufgrund der in der Arzneimittelpreisverordnung auf maximal 38,50 Euro gedeckelten Großhandelsvergütung sinkt jedoch gleichzeitig unsere Marge kontinuierlich. Für den Pharmagroßhandel ist die Zunahme der hochpreisigen Arzneimittel in Verbindung mit der Kappungsgrenze fatal. Denn immer mehr teure Arzneimittel binden immer mehr Kapital bei immer niedrigeren Margen.